Doppelhelix

Ein Gespräch mit dir hat mindestens zwei Wirklichkeiten Mein Blick ins Wurmloch der Gezeiten Berührung ohne Geländer Unsre Geister Grabenlose Länder Verrinnendes Gelächter gemalt auf dunkle Dielen Verinnerlichter Blick in meinem heiligsten Raum Und wieder reimt sich das auf Traum Wie unsere Münder da spielen. Ein Zweifel lässt das Glück versiegen Was, wenn du gehst,… Weiterlesen Doppelhelix

Sonnenfall

Sonnenfall Der Sog ist weg Nun Freier Fall Auf die Sonne zu Meinen Ewigen Begleiter Ich werde um sie kreisen Mich erheben aus Asche Auf bittere Kerne beißen Um am Ende laut zu lachen Mein Herz gehört keinem Meine Seele offen und frei Wer sie hält, mir einerlei Ich laufe mir selber treu Der Zeit… Weiterlesen Sonnenfall

Auf dem Holzweg

Warum muss ich ans Atmen denken? So viele, die Mühe damit haben. Menschen, die ihr Herz ungünstig verschenken, Menschen, die am Hungertuche nagen. Das Leben, wie es versucht, mit Einsamkeit mein Selbst zu stehlen. Ungesagtes hallt in meinem Schädel wider. Die Schatten an der Wand soll ich als Freunde mir erwählen. Mein Kopf singt mir… Weiterlesen Auf dem Holzweg

Regenbogenschmiede

Regenbogenschmiede In meiner Erinnerung Schwankt das All In meinem Herzen Kocht das Blut Versuch es erneut Und komm zu Fall Das schürt die Glut Ich bin hexenfrei Weiß von magischen Orten Ich bin seelenoffen Kreise um andere Menschenbilder Quell der Einsamkeit versiegt Such nach passenden Worten Male unverhoffte Schilder Dampf steigt auf Sonnenstrahlen tanzen Die… Weiterlesen Regenbogenschmiede

Die Wandlung

Die Wandlung Die Münze wandert wie mein Auge Von der Händlerin zum Kunden Mein Herz fliegt wie eine Taube Die hat einen Ast gefunden Der morsch ist und ohne Blatt Doch noch nicht ganz kaputt So lässt sich die Taube herab Sie wärmt ihn mit ihrem Mut Die Münze wandert weiter Mein Auge folgt nicht… Weiterlesen Die Wandlung

Menschenbild

Menschenbild Wie ein Welpe warte ich auf Nahrung Die weise Offenbarung Seelenfutter, Herzenssaft Lebensart und Tatenkraft Ich sitze hier in meiner Zelle Schreib meine Träume nieder Wart drauf, dass ich kläffe und belle Geh in zu engem Mieder Kein Baum, der in die Höhe ragt Kein Mond, der meine Furcht bescheint Kein Mensch, der Liebesworte… Weiterlesen Menschenbild

Wind und Elefanten

Durch alles weht der alte Wind Ein Dachgeschoss voller Wunden Ich teile dich ganz wie ein Kind Der Hofnarr bleibt verschwunden Zahlen ohne zu verlieren Den Menschen an meiner Seite wählen Wände bunt und neu beschmieren Elefanten am Himmel zählen Weinen beim Erwachen Nachbarn ignorieren Feuer in Seelen entfachen Winterlich frieren Grenzenlos verbinden Treu sein… Weiterlesen Wind und Elefanten

Traumfuge

Traumfuge Wenn mir der Himmel lodernd wird, Ein Schmerz in meiner Seele sich verbirgt. Die Suche weiter wandernd macht, Aus jeder Ecke mir ein Teufel lacht. Der Tag hat gleißend hell begonnen, Wohl daran ist mein Traum zerronnen. Die Vögel draußen fressen sich satt, Wohl dem, der Atem zu singen hat. Und all das deutet… Weiterlesen Traumfuge

Holz

Holz Du reibst an meiner Oberfläche, Zerstörst meinen Panzer, Da steh ich nackt vor dir. Und wenn ich mich in Deinem Herzen verlier' zerbricht auch mein letzter kranker Wille. So bin ich Dein nun ohne falsche Hülle. Das ist mein Wesen Und das aufzuschreiben. Das ist mein Lied und meiner Augen Trauer. Kehre mein Haus… Weiterlesen Holz

Zweimalseele

Zweimalseele Hab' Dich gesehen, bin aufgestanden, Raus aus dem Müll der Worte. Nehm' Dein Lächeln mit an viele Orte. Meine Maske ging abhanden. Fühl' nun alles und auch Dich. Schaust mich an wie Sonnenschein. Herz in der Hand, so geh' ich heim. Gestern und Morgen verbünden sich. Doch ich lauf' den Weg der Sorgen. Mein… Weiterlesen Zweimalseele

Feuerquelle

Feuerquelle Sturzbäche voll Gefühl. Ich bin aufgewacht. Hab geweint und gelacht. Du bedeutest mir viel. Diese Tür, sie öffnet sich, Sobald ich Dich seh‘. Erneure, umtanze mich Und all das Hadern ist passé. Wie wird es weiter gehen? Wann bin ich am Ziel? Will nur noch Sterne sehen. Schreibe, weil ich Dir verfiel. Die Karten… Weiterlesen Feuerquelle

Spiel im Spiegel

Spiel im Spiegel Kreuzgewölbe über mir Ich bin da, wo ich sein will Schöne wilde Gier Du ganz nah bei mir Ohne Stoff, Haut auf Haut Hast mir mein Herz geklaut Niemand, der zuschaut Spiegel, der mich aufraut Deine Zunge will nicht sprechen Deine Hand führt zu Feuer Ist mir so ungeheuer Meine Lust ist… Weiterlesen Spiel im Spiegel

Verletzung

Verletzung (nach „Mozart in the Jungle“, inspiriert von Rodrigo und Anna Maria ;)) Du spielst mit mir Ich spiel nicht mit Und weine trockne Tränen Denn was uns einst versprochen war Wird uns nun ewig quälen Ich liebe Dich Du treibst Dich rum Vergiss nicht Dich zu schämen Es ist vorbei Ich will zurück Der… Weiterlesen Verletzung

Herzenswärme

Herzenswärme (für T. N.) Du schaust die Welt an mit ganz offenem Herzen Und gnadenvoll so schaut die Welt zurück. Behältst dein Lachen und die warmen Worte, Auch wenn Dich mal ein Schatten nieder drückt. Hast Deinem Sohn Dein Lachen mitgegeben. Der Mann an Deiner Seite zeigt Dir seine Liebe oft. Ihr beide lebt das… Weiterlesen Herzenswärme

Wegelied

Wegelied Alte Weisheit neu entfesseln. Güte und Hoffnung im Hexenkessel. Neu und wild auf Worte losgehn. Frisch und frei dem Frühling entgegen sehn. Lieder singen, Wege wagen. Über Zäune springen, nicht verzagen. Wenn ich hoffe, sehe ich Licht und Funken versprühen sich. Dieses Licht will ich bewahren. Neugierig über Grenzen fahren. Gern mit Menschen Brücken… Weiterlesen Wegelied

Hexen

Hexen Wie ihr uns jagt mit euren Stöcken. Wie wir uns fangen auf unsren Besen. Wir reiten, ihr zündet. Wir schmelzen, ihr kündet; Verbrennt gar uns Menschenwesen. Eure Sünden, die sind uns're Not. Eure Proben sind unser Tod. Wir sind nicht gefeit vorm letzten Geleit. Doch tragen wir unser Wissen in die neue wilde Zeit.… Weiterlesen Hexen

Weltenengel

Liebster Engel heb' mich auf, So gehe ich hinab mit dir. Dahin, wo der Wein reift, Wo dein Garten wächst. Hinab die 30.000 Menschheitsstufen, In die Weltenwärme dieser Hölle. Wir sind das Abbild dieses Liedes Und wie ich falle, stürzt du. Wie ich bin in dir, bist du in mir. Wir sind die Weltenengel. Die… Weiterlesen Weltenengel

Neith

Neith Bogen über allem, mit fesselnder Allnachtskrone. Du wendest dich und löst ihre Ketten in einem Zug. Sie fällt frei wie ich der Erde zu. Das Rauschen in den Ohren wird Welt. Ihre Augen schlucken Erde. Sie gräbt ihre Finger tief in den Boden und sie verglüh'n. Kein Ort mehr zu sein. Und wieder neu… Weiterlesen Neith

Heim

Heim Tritt ein, schenk mir Dein Weglicht als Kamin. Mein Heim will Deines sein, tritt ein. Wer hofft schon, dass wir weiter zieh'n, wenn Du und ich uns Flügel leih'n. Mein Weg war ohne Dich so fad' ich wollte dauernd darauf treten. Mein Bein war lahm von all der Fahrt, mein Arm so taub von… Weiterlesen Heim