Gabe

Fluch ist, wenn das Herz aufhört zu schlagen. Flucht ist, wenn mein Kopf mich wanken lässt. Gefahr, wie soll ich anders sagen, Ist Furcht, dass was mich ausmacht, mich verlässt. Der Spruch: „Du sollst dich selber finden!“, Lässt mich bald mit mir selbst Verstecken spielen. Will alles Suchen überwinden Und mich dann im Dunkeln wieder… Weiterlesen Gabe

Bausatz fürs Wohlbefinden

Im Sternenzelt wie ausgekühlt, So sitz‘ ich hier, Um den Kopf ganz zerwühlt, Die Erde taumelt im All. Gletscherschmelze mitgefühlt. Im Viertel wird geschaut. Im Haus wird geschlichen. Im Traum werden riesige Welten erbaut. Die Wolken sind bald bunt bestrichen, Die Ungerechten ihres Goldtopfes beraubt. Verzweiflung fühlt sich anders an, Privileg erkannt und ins Äußere… Weiterlesen Bausatz fürs Wohlbefinden

Narrenjahre

Dieses Zeitgefühl Ein Schicksalsspiel Ich tanze zu Unmöglichkeiten Im Hunger der Gezeiten Mahnmal vor Millionen Will mich selbst schonen Stolpere in ein Dilemma Entscheidungen noch unklar Ein Wort, das den Boden zerbricht Stehe in meiner Pflicht Mein Selbst nicht preiszugeben Mir öfter zu vergeben Erwartungen und Träume Pflanze wieder Bäume Aus Nussschalen baue ich Boote… Weiterlesen Narrenjahre

Schwanengesang

Mein Traum ist Teilen ohne Herrschen. Partnerschaft statt noch ein süßes Pärchen. „Ihr passt so gut zusammen. Vermehrt euch ohne nachzudenken.“ Ich sehe schon die Flammen Und uns unsren Kahn den Höllenfluss hinab lenken. Kein Teufel soll mich an dich binden. Werd öfter suchen als finden. Mal probieren, Mal kennenlernen. Dich hofieren, Mich entfernen. All… Weiterlesen Schwanengesang

Darüber hinaus

Was Ermächtigung für mich heißt: Ich erkämpfe mir meine Freiheit (zurück) Ich erprobe, wie weit ich gehen kann Ich ertaste Grenzen und überwinde sie Teste aus Ich gehe, so weit ich kann Und darüber hinaus Was Ermutigung für mich heißt: Mein Leben zu leben Ein Beispiel zu geben Wie es auch laufen kann Krisen anzusprechen… Weiterlesen Darüber hinaus

Trostpreise

Der Traum zu bleiben ist mir neu, Bin nur mir selber treu. Warum nicht einem Andern? Wie da die Blicke wandern. Wie da der Stolz wie eine Schlucht Vor mir klafft und versucht Was alle Menschen wollen Nicht müssen und nicht sollen, Den Kampf gegen sich selbst gewinnen, Sich auf andere einstimmen. Trank als Wand,… Weiterlesen Trostpreise

Doppelhelix

Ein Gespräch mit dir hat mindestens zwei Wirklichkeiten Mein Blick ins Wurmloch der Gezeiten Berührung ohne Geländer Unsre Geister Grabenlose Länder Verrinnendes Gelächter gemalt auf dunkle Dielen Verinnerlichter Blick in meinem heiligsten Raum Und wieder reimt sich das auf Traum Wie unsere Münder da spielen. Ein Zweifel lässt das Glück versiegen Was, wenn du gehst,… Weiterlesen Doppelhelix

Seifenblasen

Erfindung deiner Rettung In Einsamkeit verstrickt Der Lebenden letzte Bettung Ungeschickt Zerplatzt im wahrsten Sinne Meine Berater-Stimme An der Wirklichkeit Schleife Zeit Ein Seltsames Bestreben dieses Leben, Zu tun und zu lassen ganz ohne Klassen Bomben aus Saatgut verteil ich in Erdenglut Dann heißt vorbei: Endlich frei. JB-04-2018

Wellenberge

Ungenügend zu beschreiben Wie scharf Unglück riecht Wie weit Wahn reicht Hände aus Bitumen Umfassen meine Sinne Ich suche meine Stimme Ich suche mein Morgen Ich handle um jede Stunde Ich kämpfe um jedes Lächeln In mir nie mehr ein Reigen Will etwas von mir zeigen Will meinen Traum aufschreiben Will die Karten nehmen wie… Weiterlesen Wellenberge

Apfelkerngalaxie

Der Knecht hat einen Schal gewebt aus Sternen Der König legt ihn um, um zu verschwinden Mein Held, der die Reise wählt ins All 10.000 Welten, die mein Auge will verbinden Bieg sie mir zurecht in Form von Apfelkernen Sandkörner unendlich wie der Raum Mein Fuß erfasst ein Lebenslicht Neugier kommt vor dem endlosen Fall… Weiterlesen Apfelkerngalaxie

Tand und Tempel

Farbband ohne Sinn am Firmament Eine Spur, die Hitze in den Himmel brennt Ein Feuer, das mich nicht wärmt Ein Käfer, der nur andere umschwärmt Ein Lächeln ist alles, was Du verschenken willst Wie Du meinen Hunger niemals stillst Fühle mein Fühlen jetzt erkalten Kann nicht mal mehr Deine Güte im Gedächtnis halten Mein Zugewinn,… Weiterlesen Tand und Tempel

Der Eremit und die Sphinx

Wüste und tiefster Wald, wann würden sie sich treffen? Er lebt und atmet das Wissen der Bäume. Überbringt es nur selten den Menschenkindern. Sie lebt und atmet das Wissen des Sandes. Fragt die Menschen was sie träumen. Ein Blatt vorm Mund wäscht seine Seele rein. Verlorene Pein ist sein Wesen nicht, aber Erinnerung. Daraus wäscht… Weiterlesen Der Eremit und die Sphinx

Auf dem Holzweg

Warum muss ich ans Atmen denken? So viele, die Mühe damit haben. Menschen, die ihr Herz ungünstig verschenken, Menschen, die am Hungertuche nagen. Das Leben, wie es versucht, mit Einsamkeit mein Selbst zu stehlen. Ungesagtes hallt in meinem Schädel wider. Die Schatten an der Wand soll ich als Freunde mir erwählen. Mein Kopf singt mir… Weiterlesen Auf dem Holzweg

Systemfehler

Fehler im System Ich schreie nicht mehr Ich schreibe stattdessen System mit Fehler Ich weine nicht mehr Ich lache stattdessen Mitte ohne Wissen Ich weiß nicht mehr Ich bin stattdessen Wissen ohne Mitte Ich glaube nicht mehr Ich weiß stattdessen Traum ohne Bedeutung Ich träume nicht mehr Ich deute stattdessen Trauma mit Bedeutung Ich handle… Weiterlesen Systemfehler

Zombie-Träume

Zombie-Träume Ich träume oft Zombie-Träume. Die Bedeutung finde ich in keinem Traumlexikon, da gibt es Geister und andere Monster aber nicht konkret Zombies. Freud kannte Romero halt leider nicht. Ob nun mein seelischer Schatten mich überragt oder ich einfach viel zu viele Horrorfilme gesehen habe; ich habe eine Erklärung für diese Omnipräsenz von Geistlosen Hirnfressern… Weiterlesen Zombie-Träume

Ringkampf

Ringkampf Wer klein ist, will ganz hoch hinaus, Wer 'ne Wohnung hat, will doch ein Haus. Die Schatten tanzen in deinem Gesicht, Wenn der Herr über seine Erfolge spricht. Lass einfach das Geld für dich sprechen, Dann werden fremde Knochen brechen. Neid und Missgunst wegen Ungleichheit, Hass und Morde erzeugen Generationenleid. Die Menschen fühlen sich… Weiterlesen Ringkampf

Regenbogenschmiede

Regenbogenschmiede In meiner Erinnerung Schwankt das All In meinem Herzen Kocht das Blut Versuch es erneut Und komm zu Fall Das schürt die Glut Ich bin hexenfrei Weiß von magischen Orten Ich bin seelenoffen Kreise um andere Menschenbilder Quell der Einsamkeit versiegt Such nach passenden Worten Male unverhoffte Schilder Dampf steigt auf Sonnenstrahlen tanzen Die… Weiterlesen Regenbogenschmiede

Treibgut

Treibgut Symptome abgeschaltet, Seele verwaltet. Worte schallen, Sie verhallen. Akten sichten, Köpfe ausrichten. Warten und sich quälen, In stummen Sälen. Voller Diagnosen. Das bedeutet Krank, Öffnet den Medizinschrank. Helfen müssen, Mit festgeschriebenen Schlüssen. Doch da ist kein Leid, Der Raum wird weit. Das nächste Kleid, Hexenmaid. Flieht vor dieser Welt. Warum der Schimmer der Gedanken,… Weiterlesen Treibgut

Ruheraum

Ruheraum Ich gehe manchmal einen Weg, von dem ich weiß, dass er nicht meine Bestimmung ist und werde geführt an einer Leine der Versuchung durch Länder des Stillstandes. Dabei sind da Orte der Besinnung, die meist Orte des Schreibens sind. Beim Schreiben besinne ich mich auf die Zeit, verbinde Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges. Knüpfe einen… Weiterlesen Ruheraum

Dazwischen

Dazwischen Die Stimme einer Göttin, Versucht mich zu wecken. Will mich davor verstecken, Seh' darin keinen Sinn. Diese Welt ist doch so wage, Die Menschen so nüchtern. Wie wir uns in Süchte flüchten, Wie ich an meinem Selbst schwer trage. Keine Magie gefunden, Nicht in Liebe noch in Vergebung. Der Nichtigkeit Ehrung. An Logik mein… Weiterlesen Dazwischen