Narrenjahre

Dieses Zeitgefühl Ein Schicksalsspiel Ich tanze zu Unmöglichkeiten Im Hunger der Gezeiten Mahnmal vor Millionen Will mich selbst schonen Stolpere in ein Dilemma Entscheidungen noch unklar Ein Wort, das den Boden zerbricht Stehe in meiner Pflicht Mein Selbst nicht preiszugeben Mir öfter zu vergeben Erwartungen und Träume Pflanze wieder Bäume Aus Nussschalen baue ich Boote… Weiterlesen Narrenjahre

Schwanengesang

Mein Traum ist Teilen ohne Herrschen. Partnerschaft statt noch ein süßes Pärchen. „Ihr passt so gut zusammen. Vermehrt euch ohne nachzudenken.“ Ich sehe schon die Flammen Und uns unsren Kahn den Höllenfluss hinab lenken. Kein Teufel soll mich an dich binden. Werd öfter suchen als finden. Mal probieren, Mal kennenlernen. Dich hofieren, Mich entfernen. All… Weiterlesen Schwanengesang

Darüber hinaus

Was Ermächtigung für mich heißt: Ich erkämpfe mir meine Freiheit (zurück) Ich erprobe, wie weit ich gehen kann Ich ertaste Grenzen und überwinde sie Teste aus Ich gehe, so weit ich kann Und darüber hinaus Was Ermutigung für mich heißt: Mein Leben zu leben Ein Beispiel zu geben Wie es auch laufen kann Krisen anzusprechen… Weiterlesen Darüber hinaus

Zukunft 2

Statt Träumen, lernen sie gehorchen. Der Pflug zieht tiefe Grabesfurchen. Statt zu zu hören, lernen sie zu streiten. Wie sie Trauer und Wahnsinn verbreiten. Statt teilen, lernen sie: Uns soll alles gehören! Sie bauen nichts auf, wenn sie Fremdes zerstören. Statt denken, lernen sie zu nachzubeten, Sie buckeln nach oben, wenn sie nach unten treten.… Weiterlesen Zukunft 2

Trostpreise

Der Traum zu bleiben ist mir neu, Bin nur mir selber treu. Warum nicht einem Andern? Wie da die Blicke wandern. Wie da der Stolz wie eine Schlucht Vor mir klafft und versucht Was alle Menschen wollen Nicht müssen und nicht sollen, Den Kampf gegen sich selbst gewinnen, Sich auf andere einstimmen. Trank als Wand,… Weiterlesen Trostpreise

Achsen

Laut ist nichts an dieser Stimme Die ich ehrlich gewinne Kein Körper sich abzugrenzen Keine Stunde zu schwänzen In mir um mich Kein Dunkel, kein Licht Bei mir in allen Angelegenheiten Will mit ihr lachen und streiten Der Turm gefallen Die Nebel wallen Und die Wächter schreiten Zu neuen Taten Kann es kaum erwarten Das… Weiterlesen Achsen

Über die Kleine Meerjungfrau

Die Geschichte der kleinen Meerjungfrau hat mich als Kind gepackt. Diese Seele, die das Gewohnte aufgibt, um sich der Liebe und dem Fremden hinzugeben. Es ist für mich nicht die Opferbereitschaft gewesen, die mich angesprochen hat – eher ihre Verwandlung und ihre Reise: Von Schwanzflosse zu schmerzenden Füßen, die sie nicht tragen wollen, in eine… Weiterlesen Über die Kleine Meerjungfrau

Doppelhelix

Ein Gespräch mit dir hat mindestens zwei Wirklichkeiten Mein Blick ins Wurmloch der Gezeiten Berührung ohne Geländer Unsre Geister Grabenlose Länder Verrinnendes Gelächter gemalt auf dunkle Dielen Verinnerlichter Blick in meinem heiligsten Raum Und wieder reimt sich das auf Traum Wie unsere Münder da spielen. Ein Zweifel lässt das Glück versiegen Was, wenn du gehst,… Weiterlesen Doppelhelix

Seifenblasen

Erfindung deiner Rettung In Einsamkeit verstrickt Der Lebenden letzte Bettung Ungeschickt Zerplatzt im wahrsten Sinne Meine Berater-Stimme An der Wirklichkeit Schleife Zeit Ein Seltsames Bestreben dieses Leben, Zu tun und zu lassen ganz ohne Klassen Bomben aus Saatgut verteil ich in Erdenglut Dann heißt vorbei: Endlich frei. JB-04-2018

Ermächtigt

Etwas Verletzt mich Es Umnachtet sich mein Geist Umgetreten wird meine Lebenswiese Ich bin ein Werkzeug meines Leidens Vertrauen abhanden wie Zuversicht Etwas Versucht mich Es umwindet mein Herz Es tanzt damit hinaus in die Nacht Zurück bleibt eine Hülle aus Wollen Liebe zu Trauer Etwas Ermächtigt mich Aus Worten wird Wahrheit Aus Träumen werden… Weiterlesen Ermächtigt

Wellenberge

Ungenügend zu beschreiben Wie scharf Unglück riecht Wie weit Wahn reicht Hände aus Bitumen Umfassen meine Sinne Ich suche meine Stimme Ich suche mein Morgen Ich handle um jede Stunde Ich kämpfe um jedes Lächeln In mir nie mehr ein Reigen Will etwas von mir zeigen Will meinen Traum aufschreiben Will die Karten nehmen wie… Weiterlesen Wellenberge

Zapfenstreich

Viel erlebt, dem Tagebuch das zu berichten Wen ich getroffen, für wen ich was gehegt Viel gelebt, um morgen das zu sichten Was sich gelegt hat und wessen Wesen weiterhin bewegt Will immer mehr einem begegnen Und treffe ihn auch oft, dann muss ich gehen Die kleine Pflanze von Gefühl beregnen Und dann ganz wie… Weiterlesen Zapfenstreich

Apfelkerngalaxie

Der Knecht hat einen Schal gewebt aus Sternen Der König legt ihn um, um zu verschwinden Mein Held, der die Reise wählt ins All 10.000 Welten, die mein Auge will verbinden Bieg sie mir zurecht in Form von Apfelkernen Sandkörner unendlich wie der Raum Mein Fuß erfasst ein Lebenslicht Neugier kommt vor dem endlosen Fall… Weiterlesen Apfelkerngalaxie

Sonnenfall

Sonnenfall Der Sog ist weg Nun Freier Fall Auf die Sonne zu Meinen Ewigen Begleiter Ich werde um sie kreisen Mich erheben aus Asche Auf bittere Kerne beißen Um am Ende laut zu lachen Mein Herz gehört keinem Meine Seele offen und frei Wer sie hält, mir einerlei Ich laufe mir selber treu Der Zeit… Weiterlesen Sonnenfall

Tunnelblick

War so schön in Dunkelheit Gefiel mir, war mir Eitelkeit Nun fällt das Licht auf meine Haut Hab wieder nur auf Sand gebaut Seh diesen Glanz in weiter Ferne Da wär ich gerne Vorbei an dem was Nähe und Pein mir verhieß Schnell raus aus dem Pansverließ Eine Kerze find ich vor Und ein noch… Weiterlesen Tunnelblick

Tand und Tempel

Farbband ohne Sinn am Firmament Eine Spur, die Hitze in den Himmel brennt Ein Feuer, das mich nicht wärmt Ein Käfer, der nur andere umschwärmt Ein Lächeln ist alles, was Du verschenken willst Wie Du meinen Hunger niemals stillst Fühle mein Fühlen jetzt erkalten Kann nicht mal mehr Deine Güte im Gedächtnis halten Mein Zugewinn,… Weiterlesen Tand und Tempel

Der Eremit und die Sphinx

Wüste und tiefster Wald, wann würden sie sich treffen? Er lebt und atmet das Wissen der Bäume. Überbringt es nur selten den Menschenkindern. Sie lebt und atmet das Wissen des Sandes. Fragt die Menschen was sie träumen. Ein Blatt vorm Mund wäscht seine Seele rein. Verlorene Pein ist sein Wesen nicht, aber Erinnerung. Daraus wäscht… Weiterlesen Der Eremit und die Sphinx

Auf dem Holzweg

Warum muss ich ans Atmen denken? So viele, die Mühe damit haben. Menschen, die ihr Herz ungünstig verschenken, Menschen, die am Hungertuche nagen. Das Leben, wie es versucht, mit Einsamkeit mein Selbst zu stehlen. Ungesagtes hallt in meinem Schädel wider. Die Schatten an der Wand soll ich als Freunde mir erwählen. Mein Kopf singt mir… Weiterlesen Auf dem Holzweg

Gedankenflug

Gedankenflug Gewichte am Bein Ich gehe Langsamkeit Schlingen um mein Herz Ich fühle Zaudern Waage im Kopf Ich denke in Labyrinthen Ich bleibe stehen Über mir die Sterne reisen Mein Herz pumpt Leben Sprengt die Enge Und in mir Wärme Fließt in meine Glieder Meine Gedanken fliegen wieder JB-12-2017

Reisende 2

Der Schein der Kerze trügt Mein Herz hat sich bewegt Es wächst von Zeit zu Zeit Öffnet sich, wenn die Seelen zu mir sprechen Eines Menschen, eines Tieres, einer Pflanze Dieser Weg auf der Weltenschneide Geschmiedet in meine Gene Wir alle wie wir hören und sehen Träumen und denken Fühlen und erleben Sind doch Wahrnehmung… Weiterlesen Reisende 2